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Historische Grußkarten

Wär ich ein häusliches Weib und hätte, was ich bedürfte, treu sein wollt ich und froh, herzen und küssen den Mann. So sang unter andern, gemeinen Liedern ein Dirnchen mir in Venedig, und nie hört ich ein frömmer Gebet.

Seid mir willkommen, süße Buhlerinnen denn ihr allein verschönt uns doch die Welt! Ihr lasset uns im Augenblick gewinnen, was Prüderie uns jahrelang verhält. Was sie nicht fühlt, sie weiß es zu ersinnen, wie selbstgefällig froh sie sich verstellt, von Eva her geschaffen zum Betrügen, sie kleidet nichts so gut, als wenn sie lügen.

Die Huren sind ehrlich und tun, was ihnen lieb ist, und ruinieren nicht den Mann durch das Band der Ehe.

Jeder spielt sie vom Blatt, wenn er den Schlüssel weiß. Sie ist notiert. (Thersites)
 
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