Montag, 20.12.2004 / Ebpres
SIE ist so schön, SIE ist so schön, so schön!
ich habe sie zum ersten mal gesehen als ich vor einigen tagen als weihnachtsmann mit meinen riesigen weissen plastiksäcken voller lein- und handtücher durch die av.n.s. copacabana gerannt bin, SIE kam heraus aus einem friseurgeschäft – SIE ist eine mulatta, modeltyp 1, 75 cm gross, total weissgekleidet in ihren friseurklamotten, mit weisser hose und hemd, so wie bei uns die ärzte angezogen sind kam sie aus dem friseurgeschäft raus und ich sah nur noch Panter, dunklen Panter –
SIE bewegt sich NICHT, Sie wiegt den gang der raubkatze, Sie ist so wohlgeformt, SO schlank, so schlank und die hüften sie wiegen sich beim gehen, jeder schritt von ihr machte mich verrückt denn ich wusste SIE ist ein dunkler SCHLANKER! SCHLANK! panter.
ich nahm sofort die verfolgung auf, als idiot mit plastiksäcken kam ich mir aber blöd vor und zu schnell unterwegs war SIE auch.
PANTER dachte ich, ich werde dich besuchen in deinem geschäft, wohlvorbereitet und ohne diese blöden plastiksäcke.
und jetzt, jetzt - ich bin immer noch ganz aufgeregt - ich gehe also raus aus diesem restaurant richtung internetcafe und SIE! mein panter! kommt mir entgegen.
ich starre sie an, drehe mich um – sie ist eine so SCHÖNE frau, Sie wiegt sich so unbeschreiblich wenn sie geht!
ich drehe mich um und JETZT, ja jetzt SEHE ich den unterschied zu emanzenland weil SIE dreht sich AUCH um! - lacht geschmeichelt – geht wieder weiter.
ich, gedemütigt in jahrzehntelangem Drill von emanzenland traue mich keine bewegung zu machen, stehe nur bewegungslos und starre dem Wiegen DES PANTERS nach und DA dreht sie sich nochmals um, BLEIBT STEHEN, lacht und winkt mir zu – erst jetzt löse ich mich aus meiner erstarrung, schüttle diesen fluch ab der über mir liegt, diesen fluch von Emanzenland.
NIEDER MIT EMANZENLAND!
NIEDER MIT EMANZENLAND!
befreiten schrittes eile ich IHR nach, erzähle ihr von der ersten begegnung mit ihr und wie ich mich freue SIE hier wiederzusehen - SIE lacht geschmeichelt, bietet mir ihre wange zum doppelkuss.
der panter heisst U***, es ist ein kosmetikgeschäft, kein friseurgeschäft in dem sie arbeitet, ich bin ihr eben jetzt nur begegnet weil sie arbeitspause hatte.
egal egal egal mein panter du, nur noch schnell ins internetcafe die diskette von live aus Rio teil 2 reinschieben und DANACH komme ich zu dir, lasse mir von dir die nägel maniküren und geniesse deine schlanke dunkle pantergestalt.
und dann, und deswegen meine aufregung, nach dem essen ich voll mit rotwein und kaffee, unglaublich euphorisch perfekt aufgelegt zum schreiben sause ich gleich nach der begegnung mit dem PANTER rein ins nächste cafe, reisse den laptop aus dem rucksack um meine eindrücke live niederzuschreiben weil ich sie unbedingt mitteilen muss UND an dieser stelle ober dem trennstrich oben – ich habe den trennstrich gemacht weil diese stelle verewigt werden muss
GENAU an dieser stelle, mitten im schreiben sehe ich NICHTS MEHR denn schmale sanfte hände legen sich über meine augen, halten meine augen zu....
....ES IST DER PANTER!
SIE steht lachend hinter mir, setzt sich zu mir.....
DA!
schau schau SCHAU! deute ich ihr aufgeregt zu, SCHAU auf den monitor, ich habe GERADE geschrieben wie SCHÖN du bist und jetzt bist du plötzlich hier, noch NIE nie im leben ist mir sowas passiert!
( emanzenland hält die tore der frustration fest geschlossen um uns vor solchen begegnungen der strasse zu bewahren.)
gelbes armband passt so gut zu ihrem braun, ach, wie ist sie schön gross und schlank...
U*** 23 j wohnt in ipanema - sehr sehr sehr nobel meine ich – NEIN, sagt der PANTER, ich wohne zwar in ipanema, doch in den favelas ( = elendsviertel )
aber du bist so freundlich und so schön, wir haben keine favelas und kein elend in emanzenland und doch muss ich hierherfahren um dein geschmeicheltes lachen zu sehen, um deine hand zu halten.....
Sie arbeitet bis 21 uhr, heute wollte ich sowieso fickpause machen, der schwanz glüht noch nach von der langen action mit der schwarzen M*** von gestern....
ab jetzt ins internetcafe live aus Rio teil 2 posten und danach stelle ich mich dem panter zur maniküre....
.....2 mal war ich bei ihr im kosmetiksalon, jedes mal war sie besetzt, ich wollte mich schon eingeschüchert davonschleichen als SIE mich gefragt hat um 21 uhr hat sie arbeitsschluss, ob ich denn nicht um 21 uhr SIE abholen will - glückliches lachen in ihrem gesicht als ich sage ICH KOMME, ihre kollegin die mit dabei war auf unserer begegnung der strasse, die kollegin schaut mich fragend an als ich um 2020 uhr den kosmetiksalon verlasse, ihr blick fragt warum gehst du ohne PANTER? nein nein deute ich mit 9 fingern zurück, um 21 uhr hole ich sie ab, erleichtert lachend geht die kollegin in die brasilianische geste mit emporgerecktem daumen der geschlossenen faust.
sail away sail away sail away
tönt Enya aus der stereoanlage des ap., sail away sail away sail away,
ich ziehe mich hastig um und fühle mich niedrig, denn PANTER arbeitet schon 2 jahre in diesem kosmetiksalon 11 stunden 6 tage in der woche und ich, ich sorge mich aus welchem bankomat ich das geld herausdrücke und in welche möse ich meinen schwanz hineinstecke.
meine nebenbeschäftigung für alle fälle, das zurechtteilen von viagra in viertel-stücke mit dem pillenschneider macht meine gedanken nicht besser – soll dies alles wirklich der Kitt sein mit dem ich das doppelbödige Enigma zwischen hure und traumfrau verschließen kann?
lichter, weihnachtliche lichterketten hängen an vielen häusern der cobacabana senkrecht herab.
die ganze fensterfront von hotel meridien ist beleuchtet mit einem riesigen weihnachtsbaum den man über die ganze cobacabana sieht, zu sylvester wird dort ein wasserfall von feuerwerkslichtern herabfließen.
ein weihnachtsmann gut 3 x 3 meter mit blinkenden lichtern prangt auf der rückseite eines buses, viele um den bus gewickelte lichtergirlanden machen ihn zum fahrenden glühwürmchen, zum exotischen gefährt im abendverkehr der av. atlantica.
musik.
musik MUSIK, woher? kommt die musik - ein kleiner bus mit grossen lautsprecherboxen rollt über av. atlantica, am dach ist eine art veranda mit geländer aufgebaut, brasilianer winken von dort herunter.
ich sehe das alles nur aus den augenwinkeln, denn ich habe nur augen für SIE, schiele zu dieser stolz-wiegenden, zu dieser grossen gestalt des PANTERS neben mir.
wir schlendern die av. atlantica entlang, vorbei an diesen vielen hell beleuchteten strandhütten.
welche gelenke muss eine frau haben um hüften so wiegen zu können? – man müsste ihr eine fackel an die hüfte binden, ja, dann würde auch eine andere frau jene aufmerksamkeit des mannes zuteil bekommen die ich meinem PANTER zukommen lasse.