Tom in Duisburg
Wie die Jungfrau zum Kind komme ich zu einem Termin in Duisburg, wo mich diverse Herren treffen wollen. So genau weiß ich noch nicht, was mich erwartet, aber Blond meinte nur "Halt den Mund, maul nicht und fahr hin!" und ausnahmsweise höre ich auf den Komiker.
Natürlich regnet es und natürlich ist es viel zu früh am Tag um aus dem Haus zu gehen, aber ich bin guter Dinge und freiwillig gehe ich sowieso nicht so oft gen Norden, also los...
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... dann fällt mir ganz plötzlich ein, was ich diese Woche unbedingt noch hätte machen wollen. Diesen sch**ß Scheibenwischer reparieren. Das Drecksteil gibt nach knapp fünf Minuten Fahrt den Geist auf und ich lache über meine Geistesgestörtheit trotzdem den Weg nach Duisburg anzugehen.
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Natürlich erzähle ich jetzt und hier, dass ich Glück hatte und es sofort nach dieser Erkenntnis aufgehört hat zu regnen, denn sonst hätte ich als anständiger Bürger ja sofort den Wagen stehen lassen müssen - genauso wie ich jetzt nur noch heimlich nachts in einem dunklen Keller rauche, wo mich hoffentlich niemand erwischen wird wie ich meine Mitmenschen gefährde.
Der Staatsterror mir Kohle aus der Tasche zu ziehen hat schließlich in den letzten Wochen Ausmaße erreicht, die mir jede Lust am Leben außerhalb meiner vier Wände nehmen, und auch hier muss man ja im Zweifelsfall damit rechnen, dass irgendein Staatsdiener mir eine Anzeige an den Hals hängen will, weil ich ohne funktionierenden Scheibenwischer im Strassenverkehr unterwegs bin.
Warum ich so sauer bin, fragt sich der geneigte Leser? Weil da oben völlig realitätsfremd ein Haufen Halsabschneider Regeln und Gesetze erlassen, die aus meiner Sicht ausschließlich dem Zwecke dienen Kohle in die Kassen zu bringen und mir auf den Sack zu gehen.
30 Euro wegen Wenden unter der Woche morgens um vier auf den Ringen wo weit und breit kein Schwanz auf der Straße war - außer den freundlichen Polizisten, die irgendwo in einer Parkbucht auf einen bösen Verkehrssünder gewartet haben, um ihr Soll zu erfüllen wie man es immer öfters hört.
Denn nur ein Kohle machender Polizist ist ein guter Polizist. Lustigerweise liest man dann heute in der Arschlochzeitung, dass die verbrechensrate in Köln so massiv angestiegen wäre - kein Wunder, wenn die armen Jungs rund um die Uhr angehalten sind, Kohle zu machen und Bürger auszurauben.
Desweiteren Blitz gestern auf irgendeiner verfickten Brücke in Köln, weil 60 dem Drecksapparat immer noch nicht langsam genug war.
Zweimal Blitz in Süddeutschland, wo man viermal alle 2 km eine Kiste aufgestellt hat um seinen staatlichen Willen gegen den des Gros der Autofahrer durchzusetzen. Entsprechend fahren Eingeborene jetzt eine Art Stop & Go, 100km/h bis kurz vor der Blitze, scharfes Abbremsen, dann wieder Gas geben...
Kurzum wir wissen wie man Auot fährt und machen den ganzen Mist gezwungenermaßen mit, aber es paßt so wirklich fast niemand.
Die Krönung dazu übrigens ein Blitz auf der Autobahn kurz vor Köln. Dieser ebenfalls morgens um vier, wo ich mehr oder weniger alleine drei Spuren für mich hatte und natürlich meine 140 statt der erlaubten 100 km/h gefahren bin.
Mögen Sie daran ersticken, diese beschissenen Wichser, die nicht in der Lage sind einen Staat, ein Land oder eine Stadt korrekt zu managen und die sich mit jedem beschissenen Tag neue Feinheiten ausdenken um den Bürger auszusaugen.
Wie auch immer, völlig trocken (natürlich!) komme ich eine Stunde später in Duisburg an und werde telefonisch zum berühmt-berüchtigten "Vulkan" gelotst.
Was ich sehe, ist in diesem Moment doch arg enttäuschend. Ein paar alte Häuser in klassischem Laufhausstil, dreckig und völlig unerotisch.
Tapfer trete ich ein und werde von Blonds Bekannten empfangen, der mich in der hauseigenen Cafeteria führt, was an sich schon eine lustige Sache ist, weil hier sonst nur die Mädels Zutritt haben.
Wir trinken einen Cafe, besichtigen anschließend das Haus und ich kriege einen Steifen - einen steifen Nacken vom vielen Treppensteigen. Es ist nicht viel los, die Damen sind recht gelangweilt. Der Spezi unterhält sich hier und da mit einer Perle, er scheint sie alle zu kennen.
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Nun ja, das Treppensteigen hat irgendwann ein Ende, wir gelangen wieder in die untere Halle, wo ich zumindest eine Süsse erblicke, die dazu noch aus Köln kommen soll (und mit der ich gestern kurz telefoniert habe
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