Infatuated schrieb:
Ich hasse diese ewigen globalen Kreisläufe des Leidens. In Wirklichkeit habe ich Plan A aktiviert und bin Sextorist geworden.
Das wird jetzt kaum einen interessieren, ist aber das Beste was mir DAZU einfällt. (Auch wenn es wieder mal keiner versteht, so poste ich es doch.)
Vier Uhr ist es, morgens, Ende Dezember.
Ich schreibe, weil ich wissen will:
Geht es dir besser?
Die Stadt ist jetzt kalt,
was um diese Zeit normal ist
und trotzdem Musik,
jenachdem wo du langgehst.
Stimmt es, daß du ein Haus baust,
irgendwo, wo keiner dich kennt,
und daß du an nichts mehr glaubst,
als Nirgendwo-Mann herumrennst?
Dom kam heim mit einer Art Souvenir
und sagte, das hätte sie von dir,
seit der Nacht, als du loslegtest bei ihr,
kamst du je los von ihr?
Als ich dich zuletzt traf,
da sahst du nicht gut aus,
Regenmantel, Turnschuhe,
das Hemd aus der Hose heraus,
liefst gerade zum Bahnhof:
"Nur ja nicht verpassen,
falls sie gerade heute ankommt!"
...irgendsoetwas sagtest du.
Und wenn du damals eine Frau hattest,
mehr aus Zufall, als irgendwie geplant,
wolltest du nichts von ihr hören,
nur spüren, wofür du bezahlt.
Ich sehe dich mit der Rose zwischen den Zähnen,
dem Ring aus Gold, der dir am Ohr hängt,
in einer Bilderbuch-Nacht,
ich höre noch wie sie lacht.
Was kann ich dir sagen, Mann,
was soll ich sagen?
Was schreibt man in so einem Fall?
Glaube fast, ich vermisse dich, verzeih dir.
Wie mag es dir gehen, Mann?
Nein, da ist nicht egal!
Hey, wenn du jemals vorbeikommst, hier bei Dom
oder bei mir, will ich, daß du eine Sache weißt:
Ich bin lange kein Feind mehr von dir.
Denn ich danke dir dafür, daß du sie befreit,
ich habe es kapiert, tut mir leid.
Hätte es selber nie probiert, tja, ist einiges passiert...
Seit damals, du mit der Blume in den Zähnen,
dich hatte uns der Himmel geschenkt.
Ich sehe, Dom wird gerade wach.
"Einen schönen Gruß!" sagt sie und lacht.