Am vergangenen Freitag (29.05.) war ich zusammen mit Kollege Sailor mal wieder (!

) im Acapulco. Zwischendurch hatte ich den Schwester-/Tochterclub in Ratingen besucht.
Ich muss sagen, wenn man sich auf Acapulco-Gold einlässt und wenig später wieder in Velbert mit etwas offeneren Augen rumläuft, tauchen genau dort auch immer mal wieder eher unschöne Umstände auf.
Während Acapulco-Gold für meinen Geschmack ein sehr schöner und noch gepflegter Club ist, der nach der neuen Möblierung und der Umgestaltung der Wände sehr angenehm und hell wirkt, war ich vom Zustand des Acapulco leicht entsetzt.
Als erstes fiel auf, dass aus der Dusche, wie auch bereits in der vergangenen Woche, wenig Wasser aus den Duschköpfen kam. Und wenn was kam, dann war es nach ganz kurzer Zeit kühl bis kalt.
Auf dem späteren Weg nach oben war auffällig, dass die Teppichfließen, die auf die Treppenstufen aufliegen und wohl geklebt sind, sich teilweise gelöst haben. Zwei Mal wäre ich mit den Badelatschen beim Hochgehen fast auf die Nase geflogen. Nun kann ich auch verstehen, warum zwei mir bekannte Damen auf der Treppe gestürzt waren und sich lädierte Kniee zugezogen hatten. Die Stufen waren zudem über und über mit getrockneten Colapfützen übersät (muss mindestens vom Vorabend gewesen sein) und aus der Decke tropfte und lief rostfarbenes Wasser die Wände runter und landete ebenfalls auf den Stufen.
Der Treppenaufgang ist an sich schon eine Zumutung und das Durchbiegen der Bretter nicht angenehm.
Die Außenterrasse hat sich durchaus gut entwickelt, was die Anlage als solches anbelangt. Aber was nützt die schönste Anlage, wenn sie nicht vernünftig gepflegt wird. Die eingesetzten Rollrasenstücke sind verkrautet und das Gras zu lang. Nach wie vor stehen Schilder auf den Rasenflächen mit der Aufschrift "Betreten verboten". Warum? Der Rasen ist vergammelt und bedarf einer fachmännischen Pflege. Daran kann man nichts mehr kaputtmachen.
Fast alle Lampen, die in Form von großen weißen Kugeln an verschiedenen Stellen stehen, waren aus meiner laienhaften Wahrnehmung mutwillig auseinandergenommen worden. Die Kugeln lagen einfach so rum, die technischen Teile lagen offen auf dem Rasen. Scheinbar haben sie Spieße, damit die Lampen in den Erdboden gesteckt werden können. Alles sah nach mutwilliger Zerstörung aus.
Die neue Möbel auf der Außenterrasse erfüllen ihren Zweck und bilden gute Orte zum Ausruhen und zur Kommunikation, sofern gewünscht. Aber was nutzen diese, wenn die Sitzkissen bei Regen oder in der Nacht nicht abgenommen werden? Nichts, außer das man einen nassen Hintern bekommt. Im vergangenen Jahr konnte ich beobachten, dass die Serviceleute schon beim kleinsten Anzeichen von Regen die Sitzkissen einsammelten und verstauten. Nun lagen alle Sitz-/Liegekissen auf den Möbeln und waren pitschnass.
Da es keine Gelegenheit gab sich hinzusetzen, da auch nach dem Entfernen der nassen Kissen die Sitzflächen nicht trocken waren, lustwandelten wir zu den beiden Hütten. An und für sich eine gute Sache, aber der Zustand der Hütten ist katastrophal. Windschief, verdreckt, vergammelt. In diesen schäbigen Dingern werde ich keines meiner Dates verbringen. Ich bin mal gespannt, ob diese Buden instandgesetzt werden.
In der Nähe der Hütten, da wo eine Art von Tür im Zaun ist, der auf den Müllplatz des Clubs führt, zumindest liegen da viele Teile, auch die alten Hollywoodschaukeln, lagen Kabel blank. Vorher hatte da wohl eine Lampe gehangen oder ein Hinweis auf einen Notausgang. Sofern Strom auf dem Kabel ist - viel Spaß bei der Berührung. :D
Immer wieder sind die Toilettenanlagen eher Anlass die Nase zu rümpfen. Abgesehen von dem mutmaßlichen Abflussproblem des Clubs, sind es hier wohl auch die Gäste, die sich benehmen wie die Schweine. Sofern zur Cluberöffnung die Toiletten geputzt sind, kann man wegen des starken Reinigungsmittelgeruchs nicht anderes riechen. Doch bereits nach kurzer Zeit kommt der Uringestank wieder durch. Dieses trifft auf die Toilette am Eingang und auf die Toilette am Hamam zu. Die Toilette im Obergeschoss scheint nicht so oft frequentiert zu sein. Andere Toiletten benutze ich nicht. Abgesehen vom unverständlichen Verhalten der männliche Gäste wäre häufigeres Putzen, da doch viele die Toiletten benutzen müssen, sehr angebracht. Das ist für die Servicekräfte bestimmt nicht schön, aber gehört zum Betrieb eines Clubs mit soviel Publikum unweigerlich dazu.
In der warmen Jahreszeit wird das Raucherparadies als Essbereich genutzt. Mittlerweile herrscht dort zu den Essenszeiten endlich Rauchverbot. Das finde ich sehr positiv. Als schon fast militanter Ex-Raucher war es unangenehm das Essen dort einzunehmen und von allen Zeiten angequalmt zu werden. Gute Manieren scheinen den männlichen wie auch den weiblichen Gästen abzugehen. Dieses zeitbegrenzte Rauchverbot ist ein positiver Punkt - für mich.
Soweit meine Eindrücke vom letzten Besuch in Velbert.